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12.07.2007. „Der Klimawandel wird nicht durch Treibhausgase verursacht, sondern ist eine ganz natürliche Erscheinung“. Solche Meldungen sieht und hört man immer häufiger. Das Argument: Warm- und Eiszeiten hat es schon immer gegeben. Damals waren die Klimaschwankungen weit größer, als wir sie heute beobachten. Deshalb sei die jetzige Erderwärmung völlig normal. Sogar im Mittelalter habe es eine vorübergehende Warmzeit gegeben.
Das ist zwar richtig. Aber entscheidend ist, wie schnell die Durchschnittstemperatur ansteigt. Bei den Eiszeiten dauerte es viele Jahrhunderte, bis sich die Temperatur um ein einziges Grad veränderte. Heute sprechen wir von mehreren Grad in einem Jahrhundert. So vertragen die meisten Baumarten nicht mehr als etwa zwei Grad Erwärmung in hundert Jahren. Es ist nicht sicher, ob unsere Klimaschutzmaßnahmen schnell genug greifen, damit wir diesen Wert einhalten können.
Ein zweites oft vorgebrachtes Argument ist, dass die warmen Perioden in früheren Zeiten nicht durch CO2 verursacht gewesen sein können. Das haben Proben aus dem Eis der Antarktis einwandfrei ergeben. Das ist zwar wahr; die früheren Warmzeiten sind natürlich nicht durch CO2 entstanden. Hierfür waren eine Reihe anderer Faktoren verantwortlich, u. a. eine Veränderung der Sonneneinstrahlung. Das hat aber nichts mit dem heutigen Klimawandel zu tun. Weil er sehr viel schneller vor sich geht als damals, muss es dafür andere Ursachen geben. Hier kommen nur die Klimagifte wie CO2 in Frage.
Ein weiteres Argument der CO2 - Leugner: Das CO2 sammelt sich in den höheren Luftschichten. Wenn es für die Erderwärmung verantwortlich wäre, müssten diese Schichten wärmer sein als die Erdoberfläche. Da dies nicht der Fall ist, sei doch klar, dass CO2 nicht die Ursache für die Erderwärmung sein kann.
Man darf aber nicht vergessen, dass die Wärme in unseren Maschinen und Heizungen auf der Erdoberfläche erzeugt wird und dort das Klima aufheizt. Die Gase in den höheren Luftschichten verhindern lediglich, dass diese Wärme in den Weltraum abgestrahlt wird. Statt dessen reflektieren sie die Wärme auf die Erde zurück, ohne dass sich ihre eigene Temperatur dabei wesentlich verändert. So stimmen auch diese Beobachtungen sehr wohl mit der Erkenntnis überein, dass die Erderwärmung vom Menschen verursacht wird. Es ist verständlich, dass unwahren Behauptungen quasi als wissenschaftliche Ergebnisse verbreitet werden. Denn es gibt genügend Industriezweige, die großes Interesse daran haben, dass der Energieverbrauch so wie bisher weitergeht. Und unsere Medien sind nicht unabhängig von hochbezahlter Werbung.
Die Organisation LobbyControl berichtete kürzlich, dass der Konzern ExxonMobil im vergangenen Jahr Wissenschaftlern 10.000 Dollar für Artikel angeboten hat, die Kritik am aktuellen UN-Klimabericht üben.
Prof. Dr. Klaus Buchner